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Printverfahren

Klassische Silbergelantineprints

Vom kristallklaren Weiß, oder warmen Chamois bis in die maximalen Schwärzen des tiefen Schwarz, echte Silbergelantineprints zeigen eine unglaubliche Plastizität. Sammler schwärmen vom Schmelz, Leuchten und Ausstrahlung, die mit keinem anderen fotografischen Verfahren zu erreichen sind. Durch die langwierige Schalenentwicklung per Hand wird ein homogenes Bildergebnis erzeugt, wie es keine Entwicklungsmaschine leisten kann. Durch den bewußten Verzicht auf maschinelle Verarbeitung steht die ganze Bandbreite verschiedener Entwickler und klassischer Manipulationen zur Verfügung. Der Bildtton kann so durch das gewählte Papier und den benutzten Papierentwickler gesteuert werden. Durch anschließende Tonungen, werden verschiedenste Farbigkeiten erzielt, von kaltbläulich über gelblichwarm zu tiefem Rehbraun; das ganze auch noch in mehreren Oberflächen.

Die Haptik dieser Abzüge wird von Sammlern als Kaufargument gesehen. Die Haltbarkeit ist darüberhinaus unstrittig, da sie über das letzte Jahrhundert erwiesen und nicht in Laborversuchen simuliert wurde.

Pigmentprints

Ein Pigmentprint entsteht durch ein Tintenstrahl-Druckverfahren. Kleine Farbtröpfchen werden mit Druckdüsen auf Papier geschossen und verbinden sich dort mit dem Papierträger. Ähnlich wie beim Offset-Druck werden die Farben dabei gerastert. Der Raster ist jedoch so fein, dass er mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Für den Druck werden ausschließlich Ultrachrome K3 Tinten verwendet. Die Farbigkeit der Tinten kommt durch die in der Tintenflüssigkeit schwebenden, Pigmentpartikel zustande. Daher stammt der Name Pigmentdruck. Die verwendeten Pigment-Tinten sind extrem lange haltbar.

Papiere

Barytpapier

Barytpapier besteht aus einem säurefreien Alpha-Cellulose-Papier mit einer Bariumsulfatbeschichtung für hochreine Weißen. Barytpapier liefert auch besonders tiefe Schwarztöne (Dmax), ermöglicht eine exzellente Bildschärfe und eignet sich somit ideal für Schwarzweiß-Fotografien. Ein Print auf dem Barytpapier hält bis zu 500 Jahre in nahezu gleichbleibender Qualität. Barytpapier wird sowohl für klassische Silbergelantineprints als auch für Pigmentprints verwendet.

Canvas

Canvaspapier hat die Optik und Haptik einer Fotoleinwand. Wie die Barytpapiere gibt es Canvaspapiere als Silberhalogenid-Fotopapier für klassische Silbergelantineprints und nicht sensibilisiert für den Pigmentdruck. Canvas ist ein Mischpapier aus Baumwolle und Polyester mit sichtbarer Leinwandstruktur.